Our Road Trip In Bella Italia (Pt. I)

6/29/2017


Wie es bereits bei meinem letzten Travel Diary aus New York der Fall war, hatte ich eigentlich auch dieses Mal nicht geplant, einen Blogpost über unseren kleinen Trip durch Italien zu schreiben. Nach den Strapazen des Zweites Staatsexamens wollten wir einfach einmal ausspannen und uns, ohne Kamera und Co. mitschleppen zu müssen, die italienische Sonne auf den Bauch scheinen lassen. 

Allerdings haben so viele von euch nach einem kleinen Travel Diary gefragt, dass ich euch nun doch unsere Highlights in einem Post zusammenfassen möchte - auch wenn ihr wieder einmal mit meinen Handy-Fotos Vorlieb nehmen müsst.
Highlights gab es dafür jede Menge, aber fangen wir von vorne an.:

Wohin?

Für uns stand nicht von vornherein fest, dass wir nach Italien fahren würden. Immerhin fährt man als gebürtiger Münchner gefühlt einmal im Jahr an den Gardasee. Nicht umsonst wird der "Lago di Monaco" von Münchnern auch gerne mal als südlichstes Erholungsgebiet ihrer Stadt bezeichnet. Wieso also ausgerechnet schon wieder nach Italien reisen?!
Fest stand nur: Wir wollten innerhalb Europas bleiben und außerdem möglichst "Low Budget" verreisen (deshalb gehe ich in meinen beiden Beiträgen auch etwas genauer auf die Kosten ein, die abgesehen von den Reisekosten noch angefallen sind). Zur Debatte standen ein Trip an die Côte d'Azur mit Zwischenstopps in Nizza, Cannes, St. Tropez und Monaco oder alternativ auf die Balearen (Mallorca, Ibiza und/oder Formentera).

Letzten Endes entschieden wir uns aber doch wieder einmal für Italien. Allerdings eine ganz andere und für uns beide bisher komplett unbekannte Ecke von Bella Italia - nämlich die Gegend südlich Neapels in der Region Kampanien.
Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war letztlich wohl das kleine Städtchen Positano. Ich hatte schon so viel über diesen Ort gesehen, gelesen und gehört und war ungemein fasziniert von allem, was ich bisher davon sehen durfte. Schließlich konnte ich auch meinen Freund davon überzeugen, dass Positano und die Amalfiküste im Allgemeinen einen Besuch wert sind.

Die Planung:

Wir machten uns also an die Planung unseres Trips. Wir wollten nach Neapel fliegen, uns dort am Flughafen ein Leihauto nehmen und dann zu unserem Hotel im Örtchen Meta (zwischen Sorrent und Positano gelegen) fahren. Von dort aus sollte es jeden Tag in ein anderes Städtchen gehen. Auf dem Plan standen u.a. Pompei, Neapel, Amalfi, Sorrent und eben auch Positano.
Allerdings mussten wir recht schnell feststellen, dass die Flüge nach Neapel nicht so günstig waren, wie wir angenommen hatten.
Das Ärgerliche: Es gibt zwar etliche Portale, die Flüge nach Neapel (oder zu anderen Reisezielen) zu vermeintlich günstigen Preisen anbieten. Allerdings kommen ziemlich stolze Summen on top, sobald man beispielsweise ein Gepäckstück mitnehmen möchte. Dubios wird es, wenn man schließlich bezahlen will. Denn dann soll man ohne Hinweis hierauf für jedes Zahlungsmittel einen irren Aufpreis zahlen. Da die Flüge hinterher fast das Doppelte hätten kosten sollen, habe ich die Buchung also erst einmal auf Eis gelegt.
Irgendwann kam mir die Idee, nicht nach Neapel, sondern nach Rom zu fliegen. Und tatsächlich, wurden mir für die Flugroute München - Rom auf der airlineeigenen Homepage deutlich günstigere Preise angeboten.
Unser Plan stand also: Wir wollten von München aus nach Rom fliegen und von dort aus mit unserem Leihauto über Neapel an die Amalfiküste fahren.

Rom:

Weil wir uns bei dem Flug nach Rom nun so viel sparten, entschlossen wir uns, noch zwei Übernachtungen in der Nähe von Rom zu buchen und den Hinflug dementsprechend früher zu legen. So geschah es dann auch: Unser erster Stopp führte uns nach Rom, wo wir etwas außerhalb der Stadt für zwei Nächte in einem liebevoll geführten, kleinen Bed & Breakfast mit Pool unterkamen.


Wie schon so oft, hatte ich mich bei der Hotelsuche vor allem von positiven Bewertungen leiten lassen und konnte auch dieses Mal wieder nur gute Erfahrungen damit machen.
Unseren Mietwagen hatten wir schon von Deutschland aus im Internet reserviert. Auch hier gab es keinerlei Probleme und wir zahlten für unseren Fiat 500 für die komplette Woche nur einen Spottpreis.

Unsere ersten beiden Tage in Rom verbrachten wir relativ entspannt und mit viel Relaxen am Pool. Wie schon erwähnt, lag unser B&B etwas außerhalb Roms, nämlich 40 Fahrminuten vom Zentrum entfernt. Wer einen City Trip nach Rom plant, ist hier also nicht richtig aufgehoben. Für uns war es allerdings ideal, weil wir ohnehin nur einen Tag in Rom verbringen und die restliche Zeit lieber entspannen wollten.

An unserem ersten Abend gingen wir auf Empfehlung der B&B-Inhaberin Paola ins Restaurant "Le Querida", welches von der Unterkunft aus nur mit dem Auto zu erreichen und im ersten Moment nicht ganz so einfach zu finden war. Allerdings hat es uns dort wirklich gut gefallen und geschmeckt! Die Location und der Service waren super und das Essen, wie gesagt, ebenfalls.


An unserem zweiten Urlaubstag fuhren wir vormittags in die Innenstadt Roms. Da wir schon gehört hatten, dass die Parksituation etwas schwierig sein soll, reservierten wir uns online vorab einen Parkplatz in der Nähe des Zentrums von Rom. Von dem öffentlichen Parkplatz aus konnte man nach ein paar Metern in die U-Bahn steigen und direkt zu allen sehenswerten Fleckchen der italienischen Hauptstadt durchfahren.

Da wir beide vor nicht allzu langer Zeit schon einmal in Rom waren und es außerdem brütend heiß war, hielt es uns allerdings nur bis zum frühen Nachmittag in der Stadt. Ein Nachmittag am Pool mit dem kleinen putzigen Hund "Bijoux" der B&B-Inhaber erschien uns deutlich verlockender.

Bei meinem letzten Besuch in Rom war die "Fontana di Trevi" wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, aber dieses Mal hatte ich mehr Glück und konnte sogar ein, zwei Fotos - ganz ohne Touris - von dem Brunnen knipsen.


Am zweiten Abend gingen wir dann - wiederum auf Empfehlung von Paola - in ein nahe der Unterkunft gelegenes Restaurant. Leider weiß ich dessen Namen nicht mehr, was aber halb so wild ist, denn dieses Restaurant könnte ich euch ohnehin nicht guten Gewissens empfehlen! Sowohl Essen als auch Service waren nur mittelprächtig. Und besonders nervig war die Tatsache, dass wir zwischen zwei (!) italienischen (!) Hochzeitsgesellschaften (!) untergebracht waren. Das führte zum einen dazu, dass sich niemand für uns interessierte, schlimmer aber noch dazu, dass der Lärmpegel im Restaurant schier unerträglich war.

Am dritten Tag sollte es für uns dann von Rom aus über Neapel zu unserer zweiten Unterkunft in Meta gehen. Geplant war, dass wir den Tag in Neapel verbringen. Allerdings erschien uns dieser Plan beim Gedanken an den Vortag im heißen Rom eher weniger verlockend, weshalb wir auch den dritten Tag bis zum Nachmittag am Pool unseres B&Bs verbrachten.
Ein kleiner Hinweis zum Pool des B&B, der in der Beschreibung im Internet leider nicht sehr prominent platziert war: Die Nutzung des Pools kostet pro Tag pro Hotelgast 5 Euro Aufpreis. Wenn man wie wir nicht zuviel Geld ausgeben möchte, empfiehlt es sich also, ganze Tage am Pool zu verbringen und nicht - wie wir es unbedacht gehandhabt haben - jedes Mal nur einen halben Tag am Pool zu liegen.

Meta:

Gegen 16 Uhr machten wir uns schließlich auf die Reise gen Süden. Für die Strecke Rom - Neapel braucht man - je nach Verkehr - mindestens drei Stunden. Die Strecke ist aber wirklich gut zu fahren. Auch am letzten Tag, an dem wir schon um halb 7 aus Meta losfahren mussten, um unseren Rückflug von Rom nach München (gegen 12.30 Uhr) zu erwischen, kamen wir gut durch und standen nur einmal kurz im Stau.

Unsere Unterkunft in Meta hatte einen großen Nachteil: Es gab keine Parkplätze. Bzw. es gab nur dann einen Parkplatz (für 10 Euro pro Tag), wenn man diesen im Vorhinein gemeinsam mit dem Zimmer reserviert hatte. Leider erfuhren wir dieses interessante Detail erst bei unserer Ankunft im Hotel. Wir mussten uns also einen etwas weiter entfernten öffentlichen Parkplatz im Örtchen Meta suchen, was sich vor allem zwischen Donnerstag und Sonntag sehr schwierig gestaltete. Auch die öffentlichen Parkplätze in Meta sind natürlich kostenpflichtig und kosten 1,50 Euro pro Stunde. Das ist allerdings halb so wild, wenn man - wie wir - ohnehin plant, die meiste Zeit unterwegs zu sein.


Nach der Parkplatzsuche und dem Beziehen unseres Zimmers war es auch schon Zeit für das Abendessen. Wir entschieden uns für ein Restaurant, das vis-a-vis zu unserem Hotel lag (hier könnt ihr es euch ansehen). Das Essen im Restaurant schmeckte uns so gut, dass wir in den nächsten Tagen noch zweimal wiederkamen. Zum Teil lag das allerdings auch am Mangel an Alternativen, da uns die übrigen Restaurants in Laufnähe nicht wirklich zusagten.

Nerano:

An unserem zweiten Tag in Meta beschlossen wir, einige Kilometer an der Küste entlangzufahren bis wir einen kleinen und nicht zu überlaufenen Strand entdecken.
Übrigens habe ich so schon öfter kleine und versteckte Strände, u.a. auch auf Sardinien entdeckt: Man sollte nach Möglichkeit an der Küstenstraße entlangfahren und bei Google Maps oder der Karten-App die Satellitenansicht einschalten. Darauf sieht man recht gut, wo sich schöne Strände befinden. Meist sind diese auch als "Spiaggia" gekennzeichnet.

Der Strand in Meta ist zwar wirklich hübsch (siehe auch erstes Foto) mit Sandstrand und angenehmen Wassertemperaturen. Allerdings ist auch die Hölle los! Außerdem ist ein Tag am Strand hier auch nicht wirklich ein Schnäppchen, da man pro Person für Eintritt, Liegen (der Sand ist wirklich siedend heiß und man kann selbst als geübter Sonnenanbieter unmöglich nur mit einem Handtuch darauf liegen) und Schirm bezahlen muss. Man ist also um die 20-25 Euro los. Inklusive ist, wie gesagt, nur die große Menschenmenge, die sich über den Strand verteilt.

Der Strand, den wir schließlich für uns entdeckten, ist im Örtchen Nerano und nennt sich "Spiaggia La Perla" (weil er direkt ans Restaurant "La Perla" angrenzt, was in der gesamten Region übrigens sehr typisch zu sein scheint). Der Strandabschnitt gefiel uns wirklich gut, weil sehr überschaubar und von nur wenigen Badegästen besucht. Auch hier zahlten wir für Liegen und Schirm, allerdings war der Zutritt kostenlos.


Positano:

Nach einem guten halben Tag des Nichtstuns in der Sonne packte uns schließlich wieder die Unternehmungslust und wir entschieden spontan, einen Abstecher nach Positano zu machen.
Nach einem Sonnenbad vielleicht nicht die allerbeste Idee. Denn wie wir schnell herausfinden sollten, galt es in Positano erst einmal jede Menge Stufen (nach unten) zu bewältigen, bevor man die Stadt und auch den berühmten Strand erkunden konnte.
Es gibt übrigens auch andere Wege, die ins Stadtinnere führen und weniger bis gar keine Stufen beinhalten. Allerdings hatten wir unser Auto strategisch ungünstig geparkt und mussten deshalb mit den Stufen Vorlieb nehmen.
Schon am Ortseingang hat man übrigens einen fantastischen Ausblick über die vielen bunten Häuschen Positanos, die so malerisch in die Hügellandschaft gebaut sind.


Den wirklich fantastischen Blick hat man dann allerdings erst vom Strand aus. Es lohnt sich also definitiv, den beschwerlichen Weg dorthin auf sich zu nehmen.
Übrigens empfand ich Positano gar nicht als so touristisch und überlaufen, wie manch einer mir weismachen wollte. Auf den ganzen Stufen hinab ins Ortsinnere kamen uns, wenn es hochkommt, fünf (keuchende und fluchende) Menschen entgegen. Und auch das Zentrum der Stadt hatte ich mir wesentlich überfüllter vorgestellt.

Alles in allem war ich wirklich angetan von diesem kleinen zauberhaften Städtchen und kann euch einen Besuch dort nur ans Herz legen. Wir entschieden uns zwei Tage später bei unserer Durchreise durch den Ort, noch einen zweiten kurzen Besuch in der Stadt einzulegen.


An unserem zweiten Abend in Meta besuchten wir ein direkt am Strand gelegenes Restaurant, das zum Hotel "Giosue A Mare" gehört. Der Ausblick war fantastisch und das Essen ordentlich. Zumindest bei unserem ersten Besuch. Auch diesem Restaurant statteten wir - aufgrund des eben erwähnten Mangels an Alternativen - noch einen zweiten Besuch ab, bei dem wir weitaus weniger zufrieden waren. Die auf der Karte so schmackhaft angepriesenen Meeresfrüchte waren z.B., ohne entsprechenden Hinweis auf der Karte, frittiert und auch meine Pasta hätte ich selbst wohl besser hinbekommen. Hinzu kommt, dass die Italiener ja gerne einmal das sogenannte "Coperto" (also ein Entgelt für das Gedeck) verlangen, aber zusätzlich zu diesem Posten im Hotelrestaurant noch weitere 15% des Gesamtpreises zur Endsumme hinzugerechnet wurden. Da auch der Service etwas zu wünschen übrig ließ, fühlten wir uns deshalb leider etwas veräppelt und beschlossen, an den übrigen Tagen nur noch bei unserem Lieblingsrestaurant direkt ums Eck bei unserem Hotel zu schmausen.

Im zweiten Teil meines Travel Diarys werde ich euch noch ein, zwei weitere Tipps für schöne, versteckte Strände nennen und euch u.a. von unserem Tag auf Capri berichten. Stay tuned!

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5 Kommentare

  1. Super toller Beitrag ��..
    Wir haben vor ein paar Tage übers Wochenende an den Gardasee zu fahren.
    Suchen noch dringend ein Hotel - hast du da einen Tipp? ����

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  2. Liebe Carolin,
    vielen Dank für den tollen Beitrag und die hilfreichen Tipps! Ich habe im August mit meinem Freund einen ähnlichen Trip geplant und werde mir ein paar Tipps von dir zu Herzen nehmen.
    Liebe Grüße, Sina

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  3. Das sieht richtig toll aus!

    https://thedaydreamings.blogspot.com/

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  4. Ein wirklich toller Beitrag! Sollte ich je auch an die Amalfiküste fahren, werde ich mir auf jeden Fall nochmal diesen Beitrag von dir raussuchen. :)
    Liebst, Celina

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  5. Tolle Fotos und sehr interessanter Beitrag. Da bekommt man direkt Lust, auch gleich nach Italien zu fahren.
    xx

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